Beton…

Als wir das Grundstück gekauft haben, gab es an der hinteren Ecke des Grundstücks eine ca. 4x4m Betonplatte. Diese hatten man anfangs gar nicht gesehen, weil sie mit Efeu überwuchert war. Wir nutzten die Fläche damals nach dem frei räumen direkt für unseren Aufstellpool, der mit seinen 3,66m Durchmesser perfekt dort hin passte. So hatten wir eine saubere und ebene Fläche. Nun sollte der Pool aber dort nicht dauerhaft stehen und im Zuge der Pflastervorbereitungen für die Carporteinfahrt hatten wir uns dafür entschieden die Betonplatte wegzureißen. Wenn der Garten endlich mal schön angelegt ist, würde die hässliche Betonplatte nur die Optik stören. Also besser weg damit und sauber durchpflastern. Außerdem war die Platte nur ca. 10-15cm dick. Das konnte ich an der ganzen Kante gut sehen. Also ab zu Boels den größten Stemmer (30kg) ausleihen und dann den Beton mit ein paar Anhängerladungen zum Betonwerk bringen.

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Naja, soweit zum Plan…. Wie sich beim Stemmen leider schnell heraus stellte, war die Bodenplatte sehr unterschiedlich dick… Die 10cm am Rand änderten sich mal eben auf 50cm bei einem Großteil der Fläche. Glücklicherweise wurde die Betonplatte damals aber scheinbar in 2 Schichten gegossen. So konnte ich erst die obere Schicht stemmen, dann zur Seite stapeln und dann die darunterliegende Schicht. So musste ich zwar alles einmal umstapeln, aber einen halben Meter hätte ich mit dem Handstemmer wohl kaum noch klein bekommen. Erfreulicherweise kam dann kurzfristig noch mein Vater vorbei um mir beim Stemmen zu helfen. In reichlich 10h haben wir dann alles geschafft, sodass ich den Stemmer keinen zweiten Tag mieten musste.

Der Plan den Beton selbst zu entsorgen war natürlich sofort verworfen. Dafür würde ich ja das ganze Jahr brauchen. Da blieb nur noch ein Container. Aber wie sollte ich das alles bis zum Container transportieren? Der Weg ist sehr uneben, es stehen 5 große Wurzeln im Weg und Platz zum Wenden selbst für einen kleinen Radlader ist auch nicht da… In die Schubkarre bekomme ich maximal 2-3 Platten und das auf und ab bei dem Bodenzustand wäre eine Qual. Also wurde es Zeit für ein neues „Spielzeug“ mit immerhin 500kg Zuladung.

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Leider gab es im Umkreis keinen solchen Dumper zur Miete. Genau das war es aber was ich gut gebrauchen könnte. Also blieb nur ein noch verhältnismäßig günstiger Kauf. Dies hat auch den Vorteil, dass ich Abends nochmal 2-3h arbeiten kann und nicht immer darauf angewiesen bin mir einen ganzen Tag zur Miete frei zu nehmen. Immerhin muss ich noch 27m Zufahrt ausheben, die Erde wegbringen und dann auch Betonrecycling überall verteilen. Also würde mir der Dumper hoffentlich noch viele gute Dienste erweisen. Sollte ich den irgendwann nicht mehr brauchen wird er einfach wieder verkauft.

Am Freitag wurde mir ein 13m³ Abrollcontainer in die Einfahrt geschoben. Dieser hatte den Vorteil, dass er eine Tür hinten hat und ich direkt rein fahren konnte. Ich war sehr überrascht wie locker der Dumper dank seines Raupenfahrgestells den Betonberg rauf gefahren ist. So konnte ich wirklich problemlos in mehreren Schichten den Container füllen. Am Ende war der Container fast komplett voll und brachte ca. 14t Beton auf die Wage. Um das alles in den Container zu laden habe ich gerade einmal 5h benötigt. Hätte ich vorher nie für möglich gehalten. Und dabei war es noch nicht mal besonders anstrengend 🙂 Der Kauf hat sich nur alleine dadurch schon gelohnt 🙂

 

Anschließend konnte ich die Wurzeln der riesigen Thujas ausgraben/ausspülen. Wie gut, dass das Flachwurzler sind. Dadurch ging es relativ einfach.

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Die nächsten Schritte sind dann das Ausheben der Zufahrt und anschließend lasse ich mir Stück für Stück Betonrecycling kommen. Leider habe ich keinen Platz mehr um viel Baumaterial zu lagern. Dadurch muss viel in Einzellieferungen erfolgen. Und zwischendurch möchte ich noch weitere Sickertunnel eingraben, den Garten nochmal neu einebnen und den Rasen neu aussähen. Mal sehen wie viel ich so die nächsten Wochen schaffe. Zu tun gibt es jedenfall mehr als genug 🙂

Ich werde weiter berichten.

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4 Gedanken zu „Beton…

    • Danke 🙂 Wobei der Vorteil war, dass innerhalb kürzester Zeit ein großer Unterschied sichtbar war. Also erst die unscheinbare Betonplatte, dann ein Bild wie im Kriegsgebiet und dann alles weg (was fast aussieht wie vorher – aber verglichen mit dem Kriegsgebiet hat man das Gefühl was geschafft zu haben 😀 ) Langwieriger wird jetzt das Ausheben der Einfahrt, Sickertunnel setzen, etc. weil man da weniger schnell Erfolge sehen wird 😦

      Aber ihr habt ja bei euch auch einiges zu tun mit dem Gartenhaus. Respekt was ihr da alles noch vor dem eigentlichen Hausbau leistet!

      Liebe Grüße und viel Erfolg,
      Rico

      • Ok. Klingt auch nicht so pralle 😉 Aber wie ich schon zu meinem Mann sagte.. wo bleibt der Spaß, wenn man das ganze Geld hätte, um all das machen zu lassen. Was machen wir dann den ganzen lieben Tag? 😉 Das Leben ist doch für da, um solche Projekte zu wuppen. Ja, wir haben noch viel vor uns. Und ich komme aufgrund kranker Kinder auch gerade ganz schön unter die Räder. Aber alles wird gut:)

      • Ja, da ist was dran. Und man ist außerdem hinterher stolz wie Bolle auf alles was man selbst geschafft hat 🙂
        Das mit den kranken Kindern kommt mir bekannt vor. Zum Glück sind bei uns im Moment alle gesund. Wünsche euren Kids aber gute Besserung.
        Liebe Grüße, Rico

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