„Garten“ geht weiter

In den letzten Wochen hat sich einiges getan auch wenn man vieles nicht direkt sieht. Es ist immer noch alles eine riesige Baustelle 🙂 Ich frage mich oft wieso es optisch nicht wirklich voran geht, obwohl ich jeden Tag viele Stunden nach der Arbeit noch im Garten schufte.

Zuerst einmal sollte der neue Zaun zum rechten Nachbarn hin gestellt werden. Wir hatten seit der Bauphase einen provisorischen Maschendrahtzaun, den mein Vater noch übrig hatte, als Baustellenabsicherung und zum Schutz gegen Wildschweine stehen. Nun wurde es Zeit den finalen Zaun zu bauen. Wir entschieden uns für 2 verschiedene Höhen Doppelstabmatte in der stabilen 8/6/8er Ausführung. Vorne haben wir 1,4m bis zur Garage. Dahinter kommen dann 1,8m als Sichtschutzzaun (es werden später noch Kunststoffstreifen eingeflochten). Da wir uns sehr gut mit den Nachbarn verstehen, haben wir uns entschieden hinten ein Tor mit einzubauen. Das kostet zwar leider sehr viel Geld, aber so müssen die Kinder nicht immer vor bis zur Straße und außerdem nicht immer an meiner Feuerwehr vorbei laufen. Der Lack wird es auch danken 🙂

Dank vieler Helfer haben wir die ca. 20m Zaun inkl. Tor an einem einzigen Tag aufgestellt und betoniert. Anschließend wurde dann schön gegrillt und kühle hopfenhaltige Getränke verzehrt.

 

Damit später der Rasenroboter an den Rändern keine Halme stehen lässt und ich regelmäßig manuell nacharbeiten muss, haben wir uns entschieden rings um die spätere Rasenfläche einen 20cm breiten Läuferstein zu setzen. Als Unterbau habe ich mir dafür 4t feinen Kies anliefern lassen. Natürlich genau einen Tag bevor kurzfristig der Radlader für die Einfahrt vorbei kommen wollte. Also musste ich die 4t schnell in Big Bags umfüllen. Das war aber innerhalb weniger Stunden mit der Schaufel und ein wenig Schweiß erledigt. 😉

 

Vielen Dank an die Firma Pachmann, für das relativ spontane Ausheben meiner Einfahrt. Das ermöglicht mir nun langsam mit der Recycling-Schicht anzufangen. In nur 2 Stunden hob der sehr gute Fahrer 40cm Boden aus. Es war faszinierend wie exakt und gleichzeitig vorsichtig er unter dem Carport rangierte. Ich hätte dafür mindestens den ganzen Tag gebraucht und vermutlich das halbe Carport zerlegt 🙂 Viel Platz war jedenfalls nicht.

 

Als ich angefangen habe die Läufersteine zu setzen, habe ich mit dem Laser nochmal das Grundstück in der Höhe vermessen und ein neues Geländeniveau festgelegt. Zumal ich ohnehin noch etwas Boden zum Verteilen habe. Leider stellte ich dabei fest, dass die Fundamente vom Klettergerüst zu tief sind. Die Balken würden in der Erde verschwinden, was wegen der Feuchtigkeit nicht so gut wäre. Andererseits würden dann auch die hässlichen und gefährlichen Betonfundamente verschwinden. Lange habe ich darüber nachgedacht wie ich das Problem lösen könnte und bin auf die Idee gekommen einfach Kies um den Pfosten zu legen. So kann er immer relativ schnell wieder abtrocknen. Dann war da aber noch das Problem mit dem Rasenmäher. Der hätte Probleme über den groben Kies zu fahren, aber ich möchte auch hier, dass kein Grashalm stehen bleibt. Also habe ich mich entschieden statt einer Steinreihe diese Fallschutzmatten um die Pfosten herum zu legen. Da die Pfosten aber schon einbetoniert waren, musste ich die Fallschutzmatten leider einschneiden und habe sie zur besseren Stabilität mit speziellem Gummi-Sekundenkleber wieder zusammen geklebt. Hält spitzenmäßig. Außerdem wünscht sich unser Sohn schon seit langem eine Feuerwehr-Rutschestange. Den ganzen Winter über habe ich ihm erzählt, die kommt wenn es warm wird. Nun wurde es also Zeit für den Anbau am Klettergerüst 🙂 Auch die Rutschestange wurde in eine Fallschutzmatte gesteckt, damit man erstens weich landet und zweitens der Rasenmäher nichts stehen lässt.

 

Zu guter Letzt war ja noch die automatische Bewässungsanlage mit Brunnen geplant. Also haben wir die Firma Beneke beauftragt und sie haben uns an zwei Tagen einen wunderschönen 22m tiefen Brunnen mit Unterwasserpumpe gebaut. Ich habe extra Homeoffice gemacht um alles genau beobachten zu können, aber wie es kommen musste, musste ich pünktlich zum Bohrbeginn zum Feuerwehreinsatz ausrücken. Als ich nach 4 Stunden zurück war, waren die Brunnenbauer bereits abgerückt. Aber ich habe wenigstens noch ein Foto vom ersten Bohrmeter 😉

Da die Bohrung im Spülbohrverfahrung durchgeführt wurde, mussten die Jungs erstmal ein großes Loch als Wasserbecken ausheben. Das wurde dann mit Wasser gefüllt und dann immer im Kreis gepumpt (es lief dann aus dem Bohrloch heraus wieder in die Grube). Damit das Wasser nicht sofort versickert wurde es mit Ton angemischt.

 

Zur Bewässerung habe ich mich für Versenkregner von Hunter entschieden. Diese werden nun Stück für Stück von mir eingebaut und dann an den Brunnen angeschlossen. Auf dem Bild ist noch die Schutz-/Spülkappe drauf. Die wird dann nach dem Spülen entfernt und der eigentliche Getrieberegner eingeschraubt.

IMG_2817.JPG

Die nächsten Tage/Wochen heißt es jetzt ganz viel Erde sieben. Das geht dank Rollsieb aber zum Glück recht zügig. Gestern habe ich innerhalb von 3h diese Berge gesiebt.

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6 Gedanken zu „„Garten“ geht weiter

  1. Schön von euch zu lesen. Das sieht nach viel Arbeit aus. Und ja oft sieht man das irgendwie nicht. Ich habe das Gefühl wir drehen uns auch gerade im Kreis;) Wann gibt es denn eine neue Frontansicht von eurem Haus? (Titelbild vom Blog?) Habt ihr schon Farbe am Haus? Kommt noch welche dran?

    • Hallo Lisa,
      neue Front und Rückansicht von Haus wird noch etwas dauern. Es ist leider auf beiden Seiten noch zu viel Baustelle, als dass sich neue Bilder lohnen würden 🙂

      Farbe ist leider noch keine dran und wir haben uns auch noch nicht festgelegt. Aber nächstes Jahr soll dann definitiv gestrichen werden 🙂

      Liebe Grüße,
      Rico

  2. Wow, na das hier scheint mir ja ein reicher Fundus an Informationen zu sein, um die Wildnis, wie wir unser Grundstück derzeit noch nennen müssen, in kultivierte Familienerholungsfläche umgestaltet.
    O.K., nach sonderlich viel Erholung hört sich das derzeit hier nicht an 😂

    Sehr schön geschrieben und hilfreiche Fotos. Bin gespannt was hier noch zu lesen gibt.

    Gruß aus Berlin,
    John

    • Hallo John,

      du hast aber auch einen interessanten Blog. Da werde ich die nächsten Tage mal noch einiges zu lesen haben 🙂
      Auch wenn ich es natürlich sehr bedaure, dass du dich gegen KNX entschieden hast 🙂

      Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg für die Planungs und Bauphase. Das wird sicher noch alles sehr spannend werden und vor allem auf die Loxone-Umsetzung bin ich gespannt.

      Viele Grüße aus Schöneiche,
      Rico

      • Vielen Dank für die Blumen.
        Die Tür für KNX ist ja nicht dicht. Die Einstiegshürde war einfach etwas hoch. Und als ITler liegt mehr Loxone Config einfach mehr als ETS.

        Auch wuch weiterhin viel Erfolg bei der Gestaltung der Außenanlagen und was sonst noch anliegt.

        Grüße zurück,
        John

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